Agilität in der Organisation einführen

Die Welt verändert sich Tag für Tag. Organisationen müssen sich den geänderten Rahmenbedingungen rasch anpassen, wenn sie erfolgreich bleiben wollen.

Ich helfen Ihrer Organisation bei der Auswahl der geeigneten agilen Methoden und Werkzeuge und begleite den Weg der Veränderung zur agilen Organisation ein Stück weit. Dabei stelle ich meine Beobachtungen von außen zur Verfügung und gebe Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Sicherheit, die es in so einer Phase der Veränderung braucht.

Agile Methoden/Praktiken

Scrum

Scrum ist ein Vorgehensmodell im Projekt- und Produktmanagement zur Bearbeitung von Anforderungen, die vor allem zu Beginn noch hohe Unklarheiten aufweisen. Durch iteratives Vorgehen in sogenannten Sprints kann regelmäßig Feedback des Kunden eingeholt werden und Änderungen können in vergleichsweise kurzer Zeit umgesetzt werden.

Die Grundlage dafür bildet das agile Manifest.

Ursprünglich in der Softwaretechnik entwickelt, wird es inzwischen in vielen anderen Bereichen erfolgreich eingesetzt.

Scrum besteht aus relativ wenigen Regeln, dazu gehören vier Ereignisse, drei Artefakte und drei Rollen beschrieben werden. Diese Regeln werden im Scrum Guide näher beschrieben.

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Kanban

Kanban ist eine Methode der Produktionsprozesssteuerung. Seinen Ursprung hat Kanban in der "Just-in-Time"-Produktion und basiert auf einem Pull-System. Das bedeutet, dass die Produktion an der Kundennachfrage ausgerichtet wird.

Kanban basiert auf 4 Grundprinzipien:

  1. Prinzip: Beginnen Sie mit dem, was Sie jetzt tun

  2. Prinzip: Inkrementelle, evolutionäre Veränderungen verfolgen

  3. Prinzip: Aktuelle Prozesse, Rollen & Verantwortlichkeiten berücksichtigen

  4. Prinzip: Zu Führungsverantwortung auf allen Ebenen ermutigen

Folgende 6 Praktiken sind für den Erfolg einer Kanban-Implementierung entscheidend:

  • Den Workflow visualisieren

  • Laufende Arbeit begrenzen

  • Workflow-Management

  • Prozessrichtlinien ausformulieren

  • Feedbackschleifen

  • Die Zusammenarbeit verbessern

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Design Thinking

Design Thinking ist eine systematische Herangehensweise an komplexe Problemstellungen. Ziel ist es, Lösungen zu finden, die aus Nutzersicht überzeugend sind.

Diese Innovationsmethode beruht auf den drei gleichwertigen Elementen

  • multidisziplinäre Teams,

  • variable Räume und

  • Design Thinking Prozess.

Der Design Thinking Prozess führt Teams in iterativen Schleifen durch folgende Phasen:

  • Problemdefinition und Re-Definition

  • Need Finding und Synthese

  • Ideengenerierung

  • Prototyping und Storytelling

  • Testen

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Design Sprint

Ein Design-Sprint ist ein (üblicherweise) fünftägiger Prozess mit dem Ziel, eine Lösung für eine bestimmte Problemstellung in kürzester Zeit zu finden. Dabei wird großer Wert auf die Einbeziehung von Team- und Nutzer-Input gelegt.

Der Sprint unterteilt sich in fünf Schritte, die im Laufe des Design-Sprints nacheinander durchgeführt werden.

  1. Verstehen der Aufgabenstellung

  2. Lösungsansätze finden

  3. Auswahl der besten Ideen

  4. Prototypen entwickeln

  5. Überprüfen der Ideen

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Lego Serious Play

Lego® Serious Play® ist eine innovative Methode zur Lösung von Problemen, Erforschung von Ideen und Erreichung von Zielen.

Es ist ein strukturierter Prozess, bei dem man anhand geführter Schritte denkt, baut, seine Geschichte erzählt und reflektiert und damit ein gemeinsames Verständnis entwickelt.

Lego® Serious Play® eignet sich gut für den Team Bereich (um Arbeitsabläufe zu verbessern oder den Zusammenhalt im Team zu stärken) und als Unterstützung bei der Suche nach innovativen Ideen zur Lösung komplexer Probleme.

Vor allem aber macht Lego® Serious Play® jede Menge Spaß!

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Holacracy

Holacracy kann als Betriebssystem für Organisationen gesehen werden. Statt eine ideale Organisationsstruktur vorzugeben, soll es die Mitarbeiter des Unternehmens dazu befähigen, die passenden Organisationsstrukturen selbst zu entwickeln.

Eine holakratische Organisation richtet sich an einem Seins-Zweck (Purpose) aus und passt sich geänderten Marktanforderungen stetig an. Diese Anpassungen werden nicht durch einige wenige Manager von oben bestimmt und dann in der Organisation umgesetzt, sondern jeder Mitarbeiter hat die Möglichkeit, an den Bereichen der Organisation Anpassungen vorzunehmen, die ihn betreffen.

Für diese Arbeit an der Organisation gibt es ein klares Regelwerk (Constitution), dem sich alle Mitarbeiter (und Führungskräfte) unterwerfen. Darin wird genau geregelt, auf welche Art und Weise Veränderungen der Organisationsstruktur vorgenommen werden können.

Der große Vorteil für experimentierfreudige Projektleiter, deren Teams Verantwortung übernehmen möchte: Sowohl kleinere als auch größere Anpassungen können dabei zu jedem Zeitpunkt vorgenommen werden, ohne auf ein großes Reorganisationsprogramm warten zu müssen.

Die Entscheidungsbefugnisse werden in der Organisation flacher verteilt, Entscheidungen sollen möglichst dort getroffen werden, wo Spannungen entstehen. Mitarbeiter sollen befähigt werden, Problemen ohne zeitraubende Freigabeprozess durch Vorgesetzte selbständig zu lösen.

Die in Holacracy eingesetzten Methoden wurden teilweise aus anderen Organisationsformen und agilen Methoden entlehnt bzw. weiterentwickelt und bauen unter anderem auf den Prinzipien der Soziokratie und der Selbstorganisationsmethode Getting Things Done von David Allen auf.

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Soziokratie 3.0

Soziokratie 3.0 ist eine praktischer Anleitung um agile und resiliente Organisationen beliebiger Größe zu entwickeln. Es bietet eine umfangreiche Sammlung von Ideen, die sich in Organisationen als hilfreich erwiesen haben, um Produktivität, Zusammenarbeit und Zufriedenheit zu verbessern.

Dabei werden Elemente der Soziokratie (Konsent, Governance-Meetings,...) mit Elementen anderer agiler Methoden (kontinuierliche Verbesserung, Daily Standup, Retrospektiven,...) kombiniert.

Es gibt - anders als bei Holacracy - kein vorgefertigtes Regelwerk, sondern jede Organisation findet durch die Verwendung passender Methoden ihren eigenen Weg.

Mehr zu Soziokratie 3.0 auf sociocracy30.org

Objectives and Key Results (OKR)

Seit vielen Jahren setzt Google OKR erfolgreich ein, um mittels transparenter Ziele (Objectives) und davon abgeleiteten Hauptergebnissen (Key Results) den Erfolg des Unternehmens sicherzustellen.

Ein Unternehmen, aber auch Abteilungen und die einzelnen Mitarbeiter nehmen sich für jedes Quartal fünf Ziele vor – mit jeweils nicht mehr als vier Hauptergebnissen.

Anders als bei Management by Objectives erstrecken sich die Ziele nicht auf den Zeitraum von einem Jahr, stattdessen wird alle drei Monate überprüft, wie sich die Rahmenbedingungen geändert haben und wie die Ziele angepasst werden müssen.

Im Vordergrund steht dabei das Ergebnis (also was erreicht wurde) und nicht der Weg zur Zielerreichung (also was getan wurde).

Die OKRs des Unternehmens, der einzelnen Abteilungen und eines jeden Mitarbeiters sind dabei für das gesamte Team jederzeit einsehbar.

Mehr zu OKR in Wikipedia

Working Out Loud

Working Out Loud ist eine Methode um Beziehungen aufzubauen, die dabei helfen sollen ein Ziel zu erreichen, eine neue Fähigkeit zu entwickeln oder ein neues Thema zu entdecken.

Der Kern der Methode ist ein 12-wöchiges Programm, in dem durch verschiedene Übungen die Teilnehmer in die Lage versetzt werden, ihre Gewohnheiten an die 5 Prinzipien von Working Out Loud anzupassen.

Diese fünf Pinzipien sind:

  • Beziehungen (Relationships)

  • Großzügigkeit (Generosity)

  • Sichtbare Arbeit (Visible work)

  • Zielgerichtetes Verhalten (Purposeful Discovery)

  • Wachstumsorientiertes Denken (Growth Mindset)

Ein Working Out Loud Circle arbeitet dabei selbstorganisiert. Zusammensetzung, Terminfindung, Lernen und Zielkontrolle findet ohne Externe statt und baut vollkommen auf die intrinsische Motivation der Teilnehmer.

Mehr zu Working Out Loud in Wikipedia und auf workingoutloud.com

Open Space Technology

Open Space Technology ist eine Methode der Großgruppenmoderation und nutzt Erkenntnisse aus den Bereichen Organisationsentwicklung, Selbstorganisation, Anthropologie, Psychologie sowie Spielemechanik und verbindet diese zu einem in sich geschlossenen, neuen Modell.

Besonderheit ist dabei die inhaltliche Offenheit: Die Teilnehmer schlagen eigene Themen zur Bearbeitung im Plenum vor und gestalten dazu je eine Arbeitsgruppe. In diesen werden die jeweiligen Themen bearbeitet und die Ergebnisse werden am Schluss von allen Gruppen gesammelt.

Open Space kann in kurzer Zeit eine große Menge konkreter Maßnahmen erarbeiten.

Es gibt dabei nur wenige Regeln und lebt von der Offenheit des Prozesses.

  • Wer auch immer kommt, es sind die richtigen Leute

  • Was auch immer geschieht, es ist das Einzige, was geschehen konnte

  • Es beginnt, wenn die Zeit reif ist

  • Vorbei ist vorbei – Nicht vorbei ist Nicht-vorbei

  • Gesetz der zwei Füße: Der Teilnehmer bleibt nur so lange in einer Gruppe, wie er es für sinnvoll erachtet, also solange er etwas lernen und/oder beitragen kann.

Open Space kann auch als Rahmenwerk für eine agile Transformation verwendet werden. Alle Mitarbeiter haben so die Möglichkeit, an der Weiterentwicklung der Organisation mitzugestalten.

Mehr zu Open Space Technology in Wikipedia

Communities of Practices

Voneinander lernen und miteinander lernen - das ist das Hauptmerkmal einer Community of Practice.

Agile Organisationen arbeiten oft mit crossfunktionalen Teams. Die Spezialisten sind dann in verschiedenen Teams tätig und suchen nach einer Möglichkeit, sich mit anderen Spezialisten der selben Fachrichtung auszutauschen, um voneinander zu lernen und Erfahrungen zu teilen.

Die sieben Prinzipien sollen dabei helfen, langfristig wirksame Communities of Practice zu etablieren:

  1. Design for evolution

  2. Open a dialogue between inside and outside perspectives

  3. Invite different levels of participation

  4. Develop both public and private community spaces

  5. Focus on value

  6. Combine familiarity and excitement

  7. Create a rhythm for the community

Mehr Communities of Practice zu in Wikipedia

Liberating Structures

Liberating Structures sind Mikrostrukturen zur effektiven und effizienten Gestaltung von Meetings und Workshops.

Diese Stukturen sind auf der Liberating-Structures-Website und im Liberating-Structures-Buch ausführlich beschrieben und lassen sich auch gut miteinander kombinieren (zu sogenannten Strings).

Mittlerweile gibt es auch eine schön gestaltete App (LISA), damit man auch von unterwegs leicht auf die Anleitungen zugreifen kann und selbst gestaltete Kombinationen (Strings) speichern kann.

Meine persönliche "Lieblings-Struktur" ist dabei "1-2-4-All". Sie sorgt dafür, dass die Meinungen und Ideen aller Beteiligten gehört werden, gleichzeitig aber in äußerst kurzer Zeit tolle Ergebnisse produziert.

Mehr zu Liberating Structures auf liberatingstructures.de

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